Tuesday, November 20, 2007

Wg 711 West 171 St, Manhattan






Auf Wunsch hier nun ein paar Bilder von der derzeitigen Wohnung, in der ich hause. Bald ziehe ich um...nur noch ein paar Tage, dann ist es soweit. Alles wird gut :)

Jule - die beste Mäusekillerin in ganz New York


4 Mäuse in 6 Wochen. Also ich sage euch, Peanut Butter ist das beste Mittel um Mäuse zu fangen. Meine Zimmergenossin hat letzte Woche zwei Mäusefallen gekauft. Sie hat nämlich eine Maus direkt an meinem Bett lang laufen sehen...während der Fernseher lief. Die sind langsam wirklich dreist. Ja, nachdem wir es mit Chips, Rosinen und zum Schluss mit Peanut Butter als Lockmittel versucht hatten..schlug heute Morgen die Mörderfalle zu. Es hat laut neben meinem Bett geknallt. Sie zappelte noch ein bisschen und dann war Ruhe...Harte Zeiten für die kleinen Mäuschen in unserem Zimmer.

Thursday, November 8, 2007

Abschied tut weh




Ja, nun bin ich fast 2 Monate in New York City. Ich kann es immer noch nicht so ganz fassen. Aber langsam kann ich sagen, ich habe mich an die Lage gewöhnt und erkenne es als meinen neuen Wohnort, zumindest für 2 Jahre, an. Der Abschied aus Berlin und Zürich viel mir sehr schwer und ich vermisse euch alle.

Es ist so schade, dass ich nicht mal schnell irgendwo spontan einsteigen kann und dann in Berlin oder Zürich aussteige. Da liegt nun mal so etwas Nasses, Weites zwischen uns. Schwimmen kommt da leider auch nicht in Frage. Hihi. Wie gesagt, mir geht es gut, Labor ist super, Leute nett. Ab ersten Dezember kann ich endlich in meine neue Wg. Es ist eine zweier-Wg in West Harlem. In der Area von der Columbia Uni. Ich fahre dann jeden Tag 15 min mit der U-Bahn zur 168th und arbeite fleissig. Die Wohnung ist supergeil und ich habe wirklich lange danach gesucht. Ich habe Wohnungen gesehen, ich hätte danach am liebsten geheult, weil so etwas hab ich teilweise noch nie gesehen. Jedenfalls, es ist ein Traum. Ich habe ein eigenes Zimmer mit Bad, Wohnzimmer mit Balkon, Küche mit Geschirrspüler, Waschgelegenheit ist im 1. Stock, nicht im Keller bei den Ratten und haltet euch fest...das Haus hat eine Dachterrasse mit Blick auf Central Park und Empire State Building. Ja, wie gesagt ein Traum, Mitbewohnerin ist super lässig. Alles wird gut.

Da es ziemlich schwer ist, allen immer eine Email zu schreiben, habe ich es jetzt endlich mal geschafft meinen eigenen Block anzulegen. Ich habe mich da an Dani's Blog orientiert. Hihi. Der wird die Vorlage kennen. :) Ich werde immer regelmässig etwas schreiben und Bilder hochladen. Also, wenn ihr wissen wollt wie es mir geht, guckt einfach mal vorbei. Freue mich natürlich auch sehr, wenn ihr mir eine Email schreibt, die wird natürlich auch beantwortet (jst2121@columbia.edu). Also, viel Spass beim Lesen und Bilder angucken.

Ganz viele liebe Grüsse aus New York City schickt die Jule über den grossen Teich!

Supermouse

Ach ja, ein leidiges Thema. Also, da wo ich jetzt wohne...wie soll ich sagen, ist vielleicht nicht die beste Unterkunft die man so braucht. Das Zimmer ist eigentlich ok, mit allem drum und dran, sogar mit Fernseher und der Blick aus dem Fenster führt direkt auf eine Hauswand. Immer optimistisch denken. Sage ich mir zumindest jeden Tag. Aber das mit den Mäusen ist einfach widerlich. Und ich zähle so die Wochen, Tage, Stunden und Sekunden bis zum 1. Dezember. Dann wird alles gut. Gleich in der ersten Woche, ich war gerade in der Küche am Pasta kochen (seitdem lasse ich das Kochen mal lieber), bin ich auf ein Maus getreten. Ja, richtig gehört, eine kleine lebendige süsse Maus. Ich fand sie am Anfang nicht so süss. Ich musste mich erstmal erholen von dem Schock. Eine Maus in unserer Küche! Nach 10 min, kam ich zurück in die Küche und sah, dass sie noch lebte. Sie lag auf der Seite und konnte die Hinterfüsse nicht mehr bewegen, ruderte nur so mit dem Vorderärmchen vor sich hin. Sie tat mir so leid. Ich weiss, ich hätte gleich mal einen Genickstrangbruch üben oder eine kleine Leberzellisolation durchführen können, ich habe es dann aber lieber sein lassen und sie im Müll entsorgt.
Ja, dass ist noch nicht alles. Wie Debo so schön sagt (er ist echt lustig) die kleine Maus hat auch Cousins, Geschwister, Tanten und Onkels. Ich höre jetzt lieber mal auf alle aufzuzählen :) Seit letztem Sonntag kann ich nicht mehr ruhig schlafen. Zuerst hörte ich nur ein Geräusch, dachte schon ich bin langsam verrückt und bilde es mir ein, aber in der nächsten Nacht hörte ich es wieder. Ich sprang aus dem Bett und schaltete das Licht an. Ja, was sah ich da wohl??? Eine kleine Maus sass da und frass unsere Chips auf. Meine Mitbewohnerin, mit der ich mir jetzt für November ein Zimmer teile, guckte mich völlig verschlafen an, die Maus auch :) Jedenfalls verschwand die Maus dann hinter dem Sofa. Damit noch nicht genug...die Geschichte geht ja noch weiter und ich glaube langsam, es ist so eine never-ending Story. Jedenfalls, die Nacht darauf. Ich kam nachts gegen 2 Uhr heim (da sind die Kleinen, ziemlich aktiv). Lege ich mich schlafen, wirklich keine 5 Minuten, höre ich wieder ein Geräusch, ziemlich laut, neben meinem Bett. Bin wieder voller Angst aufgesprungen und mach das Licht an. Wir haben so einen kleinen schwarzen Mülleimer, da war nix drin, ausser einer Maus, die immer auf und ab sprang um sich aus der Falle zu befreien. Ich habe dann schnell mal den deutschen Spiegel von Johannes (ich meine die Zeitschrift) auf den Mülleimer getan. Dann haben wir entschieden, die Maus mit samt Mülleimer vor die Wohnungstür zu stellen. In dieser Nacht konnte ich sehr gut schlafen. Am nächsten Morgen, die Maus war nicht mehr im Mülleimer, keine Ahnung wie die da raus kam. Bin auch mittlerweile nicht mehr davon überzeugt, dass sie überhaupt noch drin war, als ich sie rausgetragen habe. Meine Zimmergenossin hat mir nämlich erzählt, als sie nachts in der Küche was getrunken hat, kam plötzlich eine Maus aus unserem Zimmer gerannt direkt in die Küche, wo sie dann ziemlich schnell in einer Ecke verschwand. Ich kann nur sagen, die New Yorker haben echt ein Mäuse- und Rattenproblem. Sogar mein Prof. Er hat in seiner jetzigen Wohnung eine Maus in der Küche. Er besitzt eine ziemlich gute Wohnung von der Columbia Uni, aber Altbau.
Ratten sieht man hier auf der Strasse auch jeden Tag bzw. eher in der Nacht. Es ist voll eklig, aber man gewöhnt sich daran. Irgendwann fällt es einem nicht mehr auf :)
Wie Debo so schön sagt, die Mäuse haben mich ganz doll lieb und können einfach nicht verstehen, warum die böse Juliane sie umbringen will. Aber die sind auch so schlau die kleinen Dinger und wissen ganz genau wie sie uns entkommen können. Sie sind halt kleine Supermäuse. Aber Sonntag wir die ganze Wohnung auf den Kopf gestellt und wir werden das Nest finden. Hoffentlich. Meine Zimmergenossin hat mir erzählt, dass sie in ihrer alten Wohnung eine tote Maus in der Gasleitung vom Herd gefunden hat. Ok, ich bin jetzt ruhig. Man kann es glauben oder nicht. Hihi.

Lab Schwabe

Ich muss sagen, mit dem Labor habe ich mal wieder viel Glück gehabt. Ich habe eine richtige grosse Bench, nur für mich alleine und gleich daneben einen kleinen Schreibtisch direkt am Fenster. Die Leute sind superlieb. Wir sind zu 6. Robert mein Chef, dann die drei anderen Postdocs Ali, Debo und Johannes und noch Divia, die Medizinpraktikantin. Ist so schön mit seiner Mutter zu telefonieren ohne dass jemand die Kaffeemaschine anstellt, oder die Lautsprechanlage vom Telefon plötzlich aktiviert :) Mein Projekt ist super und hatte auch schon meine ersten Erfolge. Wenn es so weiter geht, kann ich hoffentlich bis Weihnachten das Targetkonstrukt für die Cre-Maus abliefern...Ja, mit Mäusen hatte ich jetzt noch nicht so viel zu tun....ausser zu Hause :), aber das wird auch noch kommen. So, werde mal anfangen zu arbeiten.
In Reihenfolge: ich, Johannes, Divia und Debo.





Wednesday, November 7, 2007

Brooklyn

Brooklyn ist ganz anders als Manhattan. Alles ein bisschen kleiner, gemütlicher und familiärer. Man wird nicht gleich von den Hochhäusern erschlagen. Dort gibt es viele Kneipen und kleine Restaurants. Eine coole Kneipe haben wir schon gefunden, in der kleine Konzert jeden Abend stattfinden von Klassik bis Elektro. So ne Stimmung hab ich noch nie erlebt. In den Raum passen vielleicht 30 Leute rein, aber die machen dann aber auch richtig mit. Hihi. Man hat das Gefühl die Band spielt bei einem im Wohnzimmer. Und mit einem Glas Wein oder auch zwei ist es noch amüsanter. Muss sagen der Martini...schmeckt hier nicht. Wünsche mir manchmal den alten guten süssen Martini blanko aus Europa. Hier schmeckt der nach Wodka und Olivenwasser. Widerlich. Bier gibt es natürlich auch. Die Auswahl ist so gross. In der Schweiz war ja klar was ich nehme...eine Stange bitte. Das wird hier keiner verstehen. Hihi. In der Union Hall in Brooklyn werden einmal im Monat so geheime Treffen abgehalten...nennt sich Secret Science Club. Leider waren wir zum letzten Event zu spät dran und mussten draussen bleiben. Es gab einen Contest. Das beste ausgestopfte Tier (ist kein Scherz) gewinnt ein Preis. Ja, also wie ihr seht, auch da gibt es was zu erleben :)



Concert Washington Square Park

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Homeless

Je kälter es ist umso deutlicher sieht man die Obdachlosen auf den Strassen von New York City. Ein alltägliches Bild. Man hört so einige Geschichten. Wie zum Beispiel, dass so ein komischer Typ nachts durch die U-Bahn tigert und herumschreit. Speziell gerne mal junge Frauen anschreit. Hab ihn Gott sei Dank noch nicht getroffen. Und wenn es richtig kalt wird...so -15 °C oder mehr, dann dürfen die Obdachlosen in die U-Bahn-Unterführung. Der Mitbewohner von Andreas hat mal 45 Leute gezählt an der 168th, wo ich arbeite. Die lagen da alle in der Halle vom A-Train. Ich werde da bestimmt noch so einige Geschichten erleben. Hier laufen ein paar sehr komische Gestalten rum und ich mittendrin :)




Coney Island

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Wandern in Catskill Mountain

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Ich sage nur Shoppen

Das Herz jeder Frau wird höher schlagen, wenn sie nur den Anblick der vielen Geschäfte sieht. Mann vielleicht auch. Hihi. Kommt auf den Mann an :)
Man kann hier so richtig sein Kaufrausch freien Lauf lassen. Also, falls ihr mich besuchen kommt, jetzt schon anfangen Geld zu sparen und Leute zu finden, die dann das Übergepäck mit nach Europa nehmen. Speziell für euch - Guido und Chrisse - euer Hund wäre richtig stylisch angekleidet. Ist der Wahnsinn, was die hier alles haben. War schon in einigen Geschäften und es ist echt witzig, sich das anzuschauen. Ich habe zwar keinen Hund, aber dass kann sich ja noch ändern :), obwohl ich im Moment eher zu einer Katze tendiere...bei der Mäuseplage. Neben Hundgeschäften gibt es natürlich auch ganz viele Klamottenläden. Einer cooler als der Andere. Man weiss gar nicht wie man sich kleiden soll, jeder läuft hier so rum wie er will...Bin letztens auf ein Strickcafé aufmerksam geworden. Nicht dass ich jetzt stricken würde, aber die Idee fand ich echt lustig. Man kann sich die Wolle direkt aus dem Regal nehmen und den Hausfrauentratsch so richtig auskosten bei einer Tasse Kaffee. Ja, wie gesagt, hier gibt es alles...:) PS: Katrin du wirst die Schuhläden lieben...:)




Harlem ist doch nicht so schlimm wie ich dachte

Bevor man nach New York kommt werden einem so einige Geschichten erzählt. :) Man hat das Gefühl in Harlem lauert an jeder Ecke jemand, der einem gleich mit einer Knarre überfällt. Bin jetzt ein paar mal dort gewesen zu verschiedenen Nacht- und Tageszeiten und ich muss sagen...stimmt nicht :) Also, man muss schon ein bisschen aufpassen, ein paar komische Gestalten laufen da schon rum, aber die hat man überall in New York. Dort leben vor allem viele Schwarze. Da wird man als Weisse manchmal echt komisch bzw. neugierig angeguckt. Was mir abgeraten wurde ist, nach East Harlem zu ziehen. Ich hatte mir da mal eine Wg angeschaut. Naja, es ging, war nicht die beste Gegend :) Jedenfalls, kann ich bald in meine neue Wg umziehen. Ich zähle schon die Stunden und die Minuten. Die neue Wohnung liegt übrigens auch in Harlem, aber West Harlem. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Sie liegt direkt neben dem Morningside Park. Da wird einem auch geraten nicht im Dunkeln durchzulaufen. Ist ein bisschen schlecht, weil die U-Bahnstation (Train 1) liegt genau auf der anderen Seite, dass heisst man läuft dann Nachts einen kleinen Umweg. Der Park ist auch ab 10 Uhr abends bewacht, damit keine drogenabhängigen Leute dort ihr Unwesen treiben. Ich war letztens auf einer Sushiparty eingeladen. Die deutsch/schweizer Fraktion war übrigens ordentlich vertreten. Die Amis waren ganz schön überwältigt wie nett wir doch eigentlich sind oder auch nicht. Ein beleidigter Ami hat dann nicht mehr mit uns gesprochen. Wir waren wohl zu direkt. Hihi. Das konnte er nicht mehr ertragen. Jedenfalls sind wir dann zu 8 durch den Park gelaufen. verbotener Weise. Wir haben uns schon auf der Wache gesehen mit allem drum und dran..., aber nix ist passiert. Wenn man erwischt wird muss man nämlich erstmal mit aufs Revier und dann eine deftige Strafe zahlen. Wir hätten so getan als ob wir nur deutsch sprechen. Vielleicht hätte das geholfen. :)
Ja, man lernt dazu, wo man sich wohl besser nicht aufhalten sollte. Ich muss aber dazu sagen, dass ich schon von vielen Leuten hier gehört habe, dass sich in den letzten 5 Jahren eine Menge in dem Gebiet getan hat. Und es nur noch um einige Strassen geht, die man eventuell meiden sollte. Ja, so sieht es aus in Harlem....





Tuesday, November 6, 2007

Spaziergang durch New York

Es ist Sonntag nachmittag und ich spaziere durch die Stadt. Die Sonne scheint und es ist warm. Am Besten man legt sich erstmal für eine Weile auf eine saftige grüne Wiese im Central Park. Da fallen einem auch nicht die anderen 10 000 Leute auf, die so um ein herum liegen. Hihi.



Parks gibt es hier wahnsinnig viele. Es ist supergeil am Wochenende ne Stunde auf einer Parkbank zu sitzen und der Musik zu lauschen...Dann noch ein Kaffee von Starbucks und der Tag ist gerettet.
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